Der Range Rover feiert seinen 40. Geburtstag. Er war die Antwort auf die wesentlich luxuriöseren Offroader von Toyota und Nissan. Die Marke selber wanderte von British Leyland zum Verbund Jaguar-Rover-Triumph, dann für 6 Jahre zu BMW, danach zum Ford-Konzern und gehört seit 2008 zur indischen Tata-Gruppe. Mit übernommen wurde übrigens auch Jaguar. Beide Marken wollen ihr Modellangebot in den nächsten Jahren nahezu verdoppeln. Diese Ankündigung kam Anfang Juli vom Vorstandsvorsitzende des indischen Mutterunternehmens Tata Motors und der heißt Carl-Peter Forster; genau: der von Opel.
Beim Rover soll das stocksteife Britische raus, und gar nicht erst aufkommen sollen indische Billig-Klischees. Und da der Range die Edelversion der Offroad-Klassiker wie Landy, Defender und Discovery ist, bekommt das Marketing entsprechende Zugpferde. So soll die frühere Popsängerin Victoria Beckham für mehr Schick sorgen. Das ehemalige „Spice Girl“ wird sich demnächst als „Creative Design Executive“ um die Innenausstattung der Range-Rover-Modelle kümmern. Passt ins Image, denn es war schon immer etwas Teureres, einen Rover zu fahren. Von Barzahlung raten wir dringend ab, denn Sie müssten mit mindestens 86.000 Euro rumlaufen.
Aber es ist auch technisch etwas verändert worden. Dazu gehört unter anderem ein neu entwickelter V8-Diesel. Der neue 4,4-Liter-Diesel mit parallel-sequenzieller Turboaufladung ersetzt den bislang verwendeten 3,6-Liter. Das exklusiv dem Range Rover vorbehaltene Triebwerk schickt nun an die vier angetriebenen Räder 313 PS und ein Drehmoment von 700 Nm. Gleichfalls neu die Achtgangautomatik, Erweiterungen der „Terrain Response“-Steuerung sowie dezente Änderungen am Karosseriedesign und in der Passagierkabine, noch ohne Mme. Beckham. Drinne genießt man dann moderne Aisstenten, wie Toter Winkel Radar oder Surround Kamera. 
Und natürlich ist der Range Rover nach wie vor ein Gipfelstürmer im Gelände. Wo er hinkommt, trifft er nur noch eine handvoll seiner Artgenossen. Diese Fahrweise ist allerdings nicht normal und damit auch nicht Bestandteil der Norm für die Verbrauchsangaben. 9,4 Liter gibt der Hersteller an und nennt das wörtlich „ ein für diese Fahrzeug- und Leistungsklasse respektabel niedriges Niveau“. Damit sinkt rechnerisch die CO2 Emission von vormals 294 auf 253 g/km. In 7,8 sec geht es bis maximal 210. Wem das nicht reicht: der 5 Liter V8 Benziner mit 510 PS bleibt erhalten mit 348 g/km, was wieder wörtlich bezeichnet wird als „ ein für diese Fahrzeug- und Leistungsklasse sehr respektabler Wert“.